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Flora und Fauna der Dübener Heide

 
Wollgrasbluete
Ausgedehnte Waldgebiete, unberührte Moore und beschauliche Kleinstädte in hügligen Endmoränen machen den Naturpark Dübener Heide aus und stehen in einem faszinierenden Spannungsfeld zur Bergbaufolgelandschaft mit ihren großen und kleinen Seen. Die wechselvolle Kulturlandschaft, geprägt durch jahrhundertlange Arbeit des Menschen in Wald- und Landwirtschaft, Bergbau und im Kurbetrieb, fasziniert und gebietet Respekt. Darin hat die wiedererstandene Wildnis ebenso ihren Platz wie die umweltschonende Nutzung durch Tourismus, Gewerbe, Land- und Forstwirtschaft. In den naturnahen Wäldern wachsen Heidelbeeren und Pilze. Typische Pflanzen sind Salbei-Gamander und Schmalblättrige Hainsimse. In den Mooren der Dübener Heide wachsen vor allem Binsen-Schneide, Fieberklee und die Gemeine Moosbeere. Ebenso beheimatet sind Arnika, Breitblättriges Knabenkraut und Lungen-Enzian.
 
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Biber und Fischadler entdecken
Fischadler
Die Tierwelt besticht durch Rothirsch, Wildschwein, Dachs und Fledermäuse. Feldhase, Biber, Fischotter, Zwergmaus und Breitflügel­fledermaus kommen ebenso vor. In der Vogelwelt sind Fischadler, Seeadler, Schwarz­storch, Kranich, Schwarzspecht, Hohltaube, Rauh­fußkauz, Zwerg­schnäp­per, Bekassine, Gebirgs­stel­ze, Braunkehl­chen, Wiesen­pi­per, Schafstelze und Heidelerche anzutreffen. In der Amphibienwelt gibt es den  Moorfrosch, Laubfrosch, Kammmolch, Teichmolch und Teichfrosch.
 
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Wohnraum schaffen für nette “Untermieter”
Wohnen nach Mass
Selbst Spatzen haben es heutzutage ziemlich schwer, eine richtige Behausung zu finden, ganz zu schweigen von Fledermäusen, Mauer­seglern, Dohlen oder Schleiereulen. Denn in neuen und sanierten Gebäuden finden solche Tierarten nur noch selten Unterschlupf. So sind alle diejenigen, die im Sommer dafür sorgen, dass wir von lästigen Fliegen und Mücken weitgehend unbehelligt bleiben, wegen „Obdachlosigkeit“ zunehmend gefährdet.
Wenn Sie - im eigenen Interesse - mithelfen wollen, dem zu begegnen, schauen Sie sich am besten ihr Wohnhaus, Ihren Schuppen, Ihre Garage einmal mit „Vogelaugen“ an, um Nistmöglichkeiten ausfindig zu machen und dann mit Hilfe unserer Tipps ans Werk zu gehen.
Übrigens: Nistkästen wurden erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Forstarbeitern und Naturschützern „erfunden“, um die Zahl der Singvögel zu steigern und Insektenplagen zu bekämpfen. Dafür werden die hölzernen Kästen und andere Wohnungsangebote, die wir machen können, auch heute gebraucht - und zwar dringlicher denn je.
Beim NABU Sachsen erhalten Sie ab 2,00 € Bauanleitungen für Nistkästen aller Art. Ein vom NABU entwickeltes Infoblatt liegt hier bereits für Sie zum Herunterladen auf Ihren PC bereit. PDF - 140 kb >>>hier
Weitere Informationen:
Frau Ina Ebert
NABU - Ref. Öffentlichkeitsarbeit in Leipzig
Tel.: 0341/ 24 59 90 72
eMail: ebert@NABU-Sachsen.de
 
Internet: www.NABU-Sachsen.de nach oben - top
 
Naturschutzmaßnahmen im Naturpark Dübener Heide 2009
Bericht zu Naturschutzmaßnahmen im Naturpark Dübener Heide 2009 von Peter Kaiser
  • Pflege von Heidekrautflächen im Naturpark >>>hier
  • Kopfweidenpflege im Naturpark Dübener Heide >>>hier
  • Projekt Baumpatenschaften >>>hier
  • Wiesenpflege am Hammerbach >>>hier
  • Beseitigung der Spätblühende Traubenkirsche >>>hier
  • Beratung zu gebäudebewohnenden Tierarten >>>hier
  • Bildungsangebote&Stellungnahmen >>>hier
Pflege von Heidekrautflächen im Naturpark
Viele Besucher möchten im Naturpark Dübener Heide Heidekrautflächen sehen. Die Heidekrautflächen gibt es nur in einem kleinen Teil der Dübener Heide. Sie befinden sich auf Leitungstrassen und auf ehemaligen militärischen Übungsflächen.
2009 gab es durch den Naturpark auf 2 Heidekrautflächen Erhaltungsmaßnahmen. Es handelte sich dabei um den SPA Platz bei Authausen und die Fläche am Wanderweg der Lieder zwischen Tornau und Söllichau. Die Heidekrautfläche am Wanderweg der Lieder konnte im Winter 2009 wieder hergestellt werden, dazu wurden aufkommende Bäume auf der bestehenden Heidekrautfläche entfernt. Die Wiederherstellung erfolgte im Rahmen der Ausbildung an der Motorkettensäge für die interessierte Öffentlichkeit. Weitere Arbeitsgänge wie das Beseitigen von Restmaterial und der Rückschnitt des Heidekrautes sowie die Beseitigung von Junggehölzen erfolgte durch Jugendliche aus Deutschland, England und der Slowakei, die über das Austauschprogramm lebenslanges Lernen in den Naturpark gekommen sind. Die Fläche wurde vollständig gepflegt, in den folgenden Jahren werden jedoch noch weitere Bäume entfernt. Auch der Jungaufwuchs muss weiterhin beseitigt werden.
Auf der Heidekrautfläche am PSA Platz zwischen Authausen und Falkenberg wurden auf etwa 6 ha Fläche Bäume entfernt. Diese Arbeit erfolgt Teilweise während der Ausbildung an der Motorkettensäge. Einen großen Bereich dieser Fläche hat eine Firma freigestellt. Das Material wurde durch die Firma mit Maschinen beräumt, jedoch waren noch Nacharbeiten mit der Hand erforderlich. Diese Nacharbeiten erledigte eine Gruppe Jugendlicher aus England, die im Rahmen des Leonardo Programms in der Dübener Heide waren.
Es gab mehrer Beratungen mit dem Bundesforstamt, Nabu und der DBU die das weitere Vorgehen absprachen und die festlegen sollen wie die Flächen langfristig erhalten werden können. Dazu gibt es eine Zusammenarbeit mit der Naturschutzstiftung David, mit der eine Partnerschaft eingegangen wurde. Für diese Fläche wurde eine Umwidmung als Offenland beantragt. Das ist eine Voraussetzung damit diese Fläche durch landwirtschaftliche Nutztiere beweidet werden kann. Das ermöglicht den Landwirten Flächenprämie zu beantragen und somit wird die Nutzung interessant. Es gab Gespräche mit verschiedenen Landwirten dabei wurde vom Betrieb Agrar GmbH Heideland Groswig ein Interesse bekundet die Fläche zu nutzen.
Die DBU sprach sich für eine Nutzung der Fläche mit Schafen und Ziegen aus. Pferde und Rinder wurden abgelehnt, somit kamen alle fußläufig erreichbaren Landwirte nicht in Frage.
Kopfweidenpflege im Naturpark Dübener Heide
Kopfbäume sind eine durch Schnittmaßnahmen künstlich geschaffene Gehölzform. Für Teile des Naturparks Dübnerer Heide sind sie typisch und Landschafsprägend. Sie haben einen hohen naturschutzfachlichen Wert für Insekten und Vögel und sollten aus diesem Grund erhalten und gefördert werden.
Im Januar und Februar 2009 erfolgte eine Pflege von Kopfweiden am Saugrundgraben bei Görschlitz. Über 40 Kopfweiden wurden gepflegt und das Material beräumt. Das Schnittmaterial konnte teilweise zur Anpflanzung neuer Weiden verwendet werden. Dazu erfolgte eine Erfassung der Kopfweidenbestände im Bereich der Gemeinde Laußig (Schwarzbach, zwischen Laußig und Görschlitz, Deubitzbach, Schleifbach, Bauernteich, Gleinerbach und Saugrundgraben).
Das geschah, um gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband einen Antrag zur Förderrichtlinie Natürliches Erbe zu erarbeiten. Die Beantragung ist erfolgt, es ist jedoch nicht zu erwarten, dass vor Ende 2010 Gelder zur Pflege zur Verfügung stehen.
Projekt Baumpatenschaften
In diesem Projekt erhalten Interessierte die Möglichkeit etwas gutes für die Natur und Landschaft zu tun. Sie können dem Naturpark helfen Bereiche der Landschaft zu begrünen in denen es zu wenig Bäume gibt. So kann man sich selbst oder einem Angehörigen ein dauerhaftes Denkmal setzen. Wer eine Baum Spenden möchte oder sich bei der Pflege der Patenschaftsbäume beteiligen möchte kann sich an den Verein Dübener Heide wenden.
Im Projekt Baumpatenschaften wurden 2009 Bäume gepflanzt und gepflegt. Es gab Spenden von Bürgern und Firmen. Besonders hervorzuheben ist die Spende der Seilerei Voigt von der 20 größere und 20 kleinere Bäume am Waldhofweg Bad Düben gepflanzt werden konnten. Auch Einzelspenden gab es, mit denen Bäume an der Falkenberger Straße in Authausen und der Streuobstwiese in Bad Düben nahe der Obermühle gepflanzt wurden. Es ist aber auch ein anderen Gemeinden der Dübener Heide möglich bäume zu pflanzen.
Leider musste festgestellt werden, dass es 2009 zu einem Diebstahl kam. Der Baum, den die Baumschule Krieger 2007 spendete wurde im Mai 2009 gestohlen.
Wiesenpflege am Hammerbach
Die Pflege der Hammerbachwiesen erfolgte auf Grundlage der Vorgaben die sich durch den Vertrag mit O2, der UNB Wittenberg und dem Verein Dübener Heide ergeben. Es gab ein kooperatives Vorgehen. Landwirte übernahmen einen Teil der Mäharbeiten und den Abtransport des Schnittmaterials. Das Schnittgut wurde kostenlos zur Kompostierung abgenommen. Es folgte teilweise eine zweimalige Mahd. Ein großer Teil der Fläche wurde durch Handarbeit gepflegt. Dazu konnten Freiwillige aus Deutschland und England gewonnen werden. Auf über 1 ha Fläche erfolgte eine Grundinstandsetzung von Wiesen mit der Hand, die nicht durch den Vertrag mit O2 gebunden sind. Dabei wurden Bäume beseitigt und eine Verbuschung der Flächen verhindert.
Beseitigung der Spätblühende Traubenkirsche
Die Spätblühende Traubenkirsche ist eine sich sehr schnell ausbreitende fremdländische Art, die neben Sachalin-Knöterich und Indischem Springkraut Probleme für die einheimische Natur hervorruft und eine Artenverarmung entwickelt. Darum ist eine Bekämpfung dieser Art erforderlich.
Im Waldgebiet zwischen Authausen und Falkenberg wurde mit der Bekämpfung der Spätblühenden Traubenkirsche begonnen. Zur Beseitigung dieser Arten gab es Freiwilligeneinsätze die der Naturpark koordiniert und angeleitete. Ältere Bäume wurden dabei abgesägt und junge ausgerissen. Das bewirkte eine Reduzierung der Samenträger. Das Problem der Weiterverbreitung wurde reduziert. Das Zurückschneiden erfolgte im Rahmen der Ausbildung an der Motorkettensäge für die interessierte Öffentlichkeit. Das Ausreißen der Sämlinge erledigten Jugendliche die über das Austauschprogramm Leonardo lebenslanges Lernen zu uns kamen. Im Bereich der DBU Flächen hat die Bekämpfung begonnen im Bereich des Sächsischen Forstbetriebes gab es nur im Bereich des Zadlitzbruch eine stellenweise Bekämpfung. Um Erfolge zu haben bedarf es weiterer Anstrengungen und einer stärkeren Unterstützung durch die Forstämter.
Beratung zu gebäudebewohnenden Tierarten
Im Rahmen des LEADER und ELER Programms erfolgten mehrere Beratungen zu gebäudebewohnenden Tierarten. Bei Sanierungs- und Abrissarbeiten wurde diese in Anspruch genommen um negative Auswirkungen für den Naturhaushalt zu verhindern. Dazu gab es mehrere Beratungen und Begehungen. Material wurde ausgehändigt und eine Beratung geboten wie Auswirkungen auf die Wildtiere abgemildert werden können. Dazu wurde Material für die Naturparkführer erarbeitet, welches sich auch mit Bibern und Fledermäusen beschäftigte.
Bildungsangebote&Stellungnahmen
Kursangebot Baumpflege
Im November 2009 gab es ein Kursangebot zum Thema Bäume im Siedlungsbereich und Pflege von Obstgehölzen. Der Kurs wurde von der Öffentlichkeit angenommen und durch die LANU Sachsen finanziell unterstützt.
Arbeit mit Patenschulen
Es gab eine Arbeit mit Patenschulen, dabei wurden Projekttage zum Lehmbau angeboten.
Stellungnahmen
2009 wurden mehrere Stellungnahmen abgegeben um die Interessen des Naturparks wahrzunehmen. Es betraf Bauprojekte und die Planung von Straßen und Autobahnen wie die B6n und B87n sowie Bauprojekte wie Gewerbegebiete und Solarparks.
 
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Naturschutzmaßnahmen im Naturpark Dübener Heide 2008
Bericht zu Naturschutzmaßnahmen im Naturpark Dübener Heide 2008 von Peter Kaiser
Bildbeschriftung: Die Maus auf die Bilder legen.
  • Pflege von Heidekrautflächen im Naturpark >>>hier
  • Pflegemaßnahmen an Heidekrautflächen durch den Naturpark >>>hier
  • Kopfweidenpflege im Naturpark Dübener Heide >>>hier
  • Projekt Baumpatenschaften >>>hier
  • Wiesenpflege am Hammerbach >>>hier
  • Grabeninstandsetzung Rother Mühlgraben >>>hier
  • Zum Laden des Berichtes als PDF-Datei >>>hier
Pflege von Heidekrautflächen im Naturpark
Heidekrautfläche am Halben Mond in der Nähe vom Wasserwerk und der Bunkeranlage Kossa. Hier erfolgte eine Beseitigung der jungen Birken und Kiefern.
Im Naturpark Dübener Heide gibt es viele mit Heidekraut bewachsene Flächen. Sie sind ein beliebtes Fotomotiv und Ausflugsziel. Mit dem Begriff Heide verbinden viele Besucher der Heidekraut. Heidekrautflächen sich besonders geschützte Biotope nach den Naturschutzgesetzen. Sie entstanden vorwiegend durch die bis zum Beginn der neunziger Jahre erfolgende militärische Nutzung oder auf Leitungstrassen. Heidekraut ist eine Pionierpflanze, es benötigt Pflege. Die Heidekrautflächen sind in der Dübener Heide in den letzten Jahren weniger geworden. Wo noch vor 10 Jahren Heidekraut zu finden war, gibt es jetzt Kiefern und Birken. Die Flächen brauchen eine Bewirtschaftung. Dazu ist es vor allem notwendig aufkommende Bäume zu entfernen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten: Abschneiden und Beräumen des Bewuchses, Abweiden oder Abbrennen der Fläche. Verantwortlich für die Pflege ist der Flächeneigentümer. Für die meisten in der Dübener Heide befindlichen Heidekrautflächen ist das Bundesforstamt zuständig. Einige der Flächen liegen im Bereich des Naturschutzgroßprojekts Presseler Heidewald- und Moorgebiet. Durch den Zweckverband wurden unter Mithilfe des Nabu Pflegegänge am Vierenberg und an den Hügelgräbern bei Falkenberg durchgeführt. Die Heidekrautflächen im Tiglitzer Wald wurden durch den Bundeswehrstandort gepflegt. Für weitere Flächen standen dem Bundesforstamt nicht genug Finanzen und Personal zur Verfügung. Es gab Absprachen mit dem Forstamtsleiter und den Revierförstern, um weitere Flächen in den Gemarkungen Kossa und Falkenberg durch Freiwillige zu erhalten. Dabei wurde abgestimmt, dass es sinnvoll ist die Flächen am halben Mond und die Fläche SPA Platz zu pflegen
Pflegemaßnahmen an Heidekrautflächen durch den Naturpark
Juniorranger der Dübener Heide beim Entfernen von Schnittgut
Es bot sich ab März 2006 die Möglichkeit, Freiwillige an einer Heidekrautpflege zu beteiligen. Die Freiwilligen kamen aus der Region oder als Austausch über das EU Programm Leonardo da Vinci aus Großbritannien und Rumänien. Durch den Naturpark wurde eine Teilflache auf dem ehemaligen Handgranatenplatz am halben Mond (Gemarkung Kossa) von Bäumen befreit. Es erfolgte das Abschneiden und Beräumen der Birken und Kiefern. Somit konnte eine Fläche von etwa 1,5 ha für mindestens 5 weitere Jahre erhalten werden. Im Juli 2008 wurde dieser Pflegegang auf dieser Fläche fertiggestellt.
Fällung von Bäumen auf dem SPA Platz Vierenberg
Auf dem Standort Vierenberg (Gemarkung Falkenberg) erfolgten ab Juli 2007 und vor allem 2008 mehrere Einsätze. Hier konnten etwa 2 ha Heidekrautfläche erhalten und wiederhergestellt werden. Auf weiteren Bereichen beabsichtigt das Bundesforstamt eine Firma einzusetzen die alle Bäume entfernt, so das eine 5 ha große Freifläche entsteht. Auf der Gasleitungtrasse am Radweg Berlin Leipzig zwischen Söllichau und Tornau wurde im Oktober 2008 mit Erhaltungsmaßnahmen auf der dort befindlichen Heidekrautfläche begonnen. Bis jetzt sind die Bäume auf etwa 0,5 ha entfernt worden. Diese Maßnahme ist noch nicht abgeschlossen. Sie wird im Laufe des Winterns 2008 - 2009 fortgesetzt. Ziele ist es auch hier eine 1- 2 ha große Freifläche zu erhalten.
Einsammeln von Heidekraut am SPA Platz
Am 27.8.2008 gab es eine öffentliche Wanderung zur Heidekrautfläche im Tiglitz. Dabei wurde die geleistete Arbeit vorgestellt. Es erfolgten unterstützende Maßnahmen zur Neuanlage von Heidekrautflächen. Auf den Schüttkegeln des Expo Projektes der Halbinsel Pouch und auf Freiflächen an der Kiesgrube Köplitz wurde Heidekrautsamen ausgestreut. Dazu wurde Schnittmaterial von der Heidekrautfläche am SPA Platz Vierenberg verwendet. Das Material wurde mit Hilfe der Juniorragergruppen Authausen und Rösa eingesammelt und ausgestreut. Der Erfolg dieser Maßnahme wird sich in ein bis zwei Jahren zeigen.
Ausstreuen von Heidekrautsamen auf der Halbinsel Pouch
liegen im Bereich des Naturschutzgroßprojekts Presseler Heidewald- und Moorgebiet. Durch den Zweckverband wurden unter Mithilfe des Nabu Pflegegänge am Vierenberg und an den Hügelgräbern bei Falkenberg durchgeführt. Die Heidekrautflächen im Tiglitzer Wald wurden durch den Bundeswehrstandort gepflegt. Für weitere Flächen standen dem Bundesforstamt nicht genug Finanzen und Personal zur Verfügung. Es gab Absprachen mit dem Forstamtsleiter und den Revierförstern, um weitere Flächen in den Gemarkungen Kossa und Falkenberg durch Freiwillige zu erhalten. Dabei wurde abgestimmt, dass es sinnvoll ist die Flächen am halben Mond und die Fläche SPA Platz zu pflegen
Kopfweidenpflege im Naturpark Dübener Heide
Alte Kopfweiden in der Nähe des Schwarzbach an der Ortsverbindungsstraße Görschlitz - Laußig, sie sind ein höhlenreicher Altholzbestand.
In der Dübener Heide gibt es eine lange Tradition Bäume im Kronenbereich zurück zuschneiden, um Futter oder Baumaterial zu erhalten. Die dafür genutzten Baumarten waren Weiden und Pappeln. Diese Tradition ist verloren gegangen, da die Nutzung ausblieb. Es gibt noch Kopfweiden im Naturpark die naturschutzfachlich wertvoll sind. Diese befinden sich meist an Gewässern und es ist notwendig ein Management zu organisieren. Im Winter 2007 - 2008 wurde, als ein Projekt zur Gewässerentwicklung nach dem PEK, Pflegegänge an Kopfweiden am Schleifbach Durchwehna und am Saugrundgraben, in der Gemarkung Görschlitz durchgeführt. Die Pflege erfolgte mit der Unterstützung von Freiwilligen und durch eine Jugend ABM der LEB Sachsen. Durch die Jugend ABM und das Projekt Baumpatenschaften wurden neue Kopfweiden angelegt. Es gingen jedoch durch Biberfraß einige Kopfweiden am Gleinerbach und am Saugrundgraben verloren. Es ist erforderlich jährlich 100 bis 200 Kopfweiden im Bereich der Gemeinde Laußig zu pflegen um den Bestand von etwa 800 Kopfweiden gesund zu erhalten. In Vergangenheit erfolgte die Pflege ohne das dazu finanzielle Mittel zur Verfügung standen. Es wird momentan gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband versucht für 2009 Mittel aus dem Förderprogramm natürliches Erbe zu erschließen.
Projekt Baumpatenschaften
Stifterplakette für eine Baumspende in Pressel.

Das Projekt Baumpatenschaften hat das Ziel, an Stellen des Naturparks Dübener Heide an denen es Begrünungsdefizite gibt und die im Pflege und Entwicklungskonzept als Defizitstellen benannt sind eine Verbesserung zu erreichen. Die Bäume werden von Privatpersonen und Firmen gespendet oder es wird Geld für Pflanzung und Pflege zur Verfügung gestellt, damit Bäume gepflanzt werden können. Die Pflege der Gehölze wird von Freiwilligen übernommen. Im Laufe des Jahres 2008 wurden 47 Bäume im Rahmen des Projektes in den Gemarkungen Pressel, Authausen, Kossa und Bad Düben gepflanzt und gepflegt

Wiesenpflege am Hammerbach
Einsammeln des Schnittgutes auf den Hammerbachwiesen.
Auf der Grundlage des Pflege- und Entwicklungskonzeptes für den Naturpark Dübener Heide wurden als Kompensation für Bauprojekte Entwicklungsmaßnahmen der Wiesen im Bereich des Hammerbaches ausgewählt. Die Flächen: TO 24 und TO25 der Gemarkung Tornau und die anschließende Guthe Wiese wurden ausgewählt. Zusätzlich wurde auf Wunsch der UNB eine Wieseninsel innerhalb des Erlenwaldes von Hand gemäht. Mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wittenberg, wurden in mehreren Ortsterminen durchzuführende Pflegemaßnahmen festgelegt. Der Zustand der Wiesenflächen TO 24 und TO 25 und der nebenanliegende Flächen wurden durch das Planungsbüro Damer erfasst. Als erster Schritte der Umsetzung wurden Gehölze gekennzeichnet und entfernt. In den Monaten Januar bis Februar und Juli bis August, sowie im Oktober 2008 erfolgte eine Mahd zur Grundinstandsetzung. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren wurden diese Flächen nicht genutzt oder gepflegt. Im November 2008 wurde die Guthe Wiese als Kompensationsmaßnahme für den Lutherweg in Pflege übernommen. Es erfolgte eine Beseitigung der dort gewachsenen Gehölze. Eine Wintermahd ist vorgesehen. Auf den Flächen To 24 und TO25 erfolgten am Entwässerungsgraben längs des Hammerbaches eine Gehölzentnahme. Erlen im Bereich des Grabens wurden reduziert. Die Gehölze auf den Wiesen wurden entfernt. Ziel ist es die Fläche offen zu halten. Auf Grund der Unebenheiten und Nassstellen war auf dem größten Teil der Fläche eine Handmahd für die Grundinstandsetzung erforderlich. Auch des gesamte Schnittmaterial wurde durch Handarbeit zusammengetragen. Der Abtransport des Mahdgutes und des Geästs erfolgte mit Fahrzeugen. Auf der To 25 wurden 2 Entwässerungsgräben links neben der Gasleitung instandgesetzt, damit zumindest Zeitweise eine Befahrbarkeit der Fläche möglich wird. Die erfolgten Arbeiten wurden der unteren Naturschutzbehörde Wittenberg angezeigt.
Grabeninstandsetzung Rother Mühlgraben
Instandgesetzter Abschnitt des Rotenmühlgrabens
Im Herbst 2007 wurde der ABM Träger SFW beauftragt eine Grabeninstand-
setzung am Roten Mühlgraben durchzuführen. Die Maßnahme erfolgte bis Juni 2008 und dient der Verbesserung der Wasserführung des Roten Mühteichs. Das Grabenbett des seit etwa 40 Jahren trockenliegenden Gewässers wurde wieder hergestellt. Die SFW übernahm die Arbeit der Naturpark kontrollierte die Umsetzung. Im Ergebnis ist folgendes festzustellen. Der Graben transportiert Wasser zum Roten Mühlteich. Jedoch gibt es im Bereich der Wiesen Sicherstellen so das der Graben wieder außer Betrieb genommen wurde. Diese Sickerstellen werden in einer Folgemaßnahme durch die SFW ab dem Herbst 2008 beseitigt.
 
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Flora und Faune im Naturpark